Glaserberuf

Glas, die Rolle des Werkstoffes im Glaserberuf

Die Bedeutung des Glaserberufs im Bauwesen; Alle Glaser sind maßgebend an der Realisierung von Bauprojekten beteiligt. Jede Spezialisierung im Glaser-Gewerk trägt zur Verbesserung der materiell- und technischen Basis der Bausubstanz bei, nicht zuletzt innerhalb der Maßnahmen zur Erhaltung und Sanierung der Bausubstanz.

Historisches

Glas hat eine lange Geschichte

lteste Glasfunde reichen bis an das Ende der jüngeren Steinzeit, ca. 7000 v. Chr., zurück. Dennoch weiß heute niemand genau, wann erstmals Glas erzeugt wurde. Die wichtigsten Materialien für die Herstellung von Glas sind Quarzsand, Kalk und Soda, alles natürliche Rohstoffe, die im ausreichenden Maße verfügbar sind. Bis 1900 wurde Fensterglas ausschließlich im Mundblas- und […]

Werkstoff Glas

Flachglas, ideales Material im Bauwesen

Die Vielfalt der Glaswaren ist sehr groß. So gibt es nur wenige Wirtschaftszweige, die nicht in irgendeiner Form Glas zum Einsatz bringen. Von jedem Glas-Produkt werden besondere physikalische und chemische Eigenschaften verlangt. Durch spezielle Abstimmung der Rohstoffe und geeignete Zusatzstoffe lässt sich das vom jeweiligen Industriezweig geforderte Verhalten des Glases bestimmen.

Arbeiten mit Glas

Verglasungsarbeiten

Im Hauptabschnitt „Arbeiten mit Glas“ stehen die Verfahren der Bearbeitung und Verarbeitung des Glases im Mittelpunkt. Die Ausführungen dazu werden durch konstruktive und werkstoffkundliche Hinweise ergänzt. Dabei wird über das Arbeiten mit Glas ebenso berichtet, wie über Funktion, Konstruktion und physikalische Eigenschaften der verschiedenen Glas-Arten.

Rohstoffe

Natriumoxid

Der Glasschmelze wird Natriumoxid (Na2O) in Form von Natriumkarbonat (Soda, Na2CO3) und Natriumsulfat (Na2SO4) als Rohstoff zugeführt. Das Natriumoxid bringt den wichtigsten Bestandteil des Flachglases, dass Siliziumdioxid in Lösung.

Herstellungsverfahren

Geschichte der Flachglasherstellung

Nach heutigem Stand der Erkenntnis wurden Flachgläser bereits zu Beginn unserer Zeitrechnung von den Römern hergestellt. Ausgrabungen in Herculanum und Pompeji erbrachten den Nachweis, dass gegossene Glasplatten von 300 mm mal 500 mm Größe zu Verglasungszwecken verwendet wurden. Wenn auch die Glasplatten nach unseren heutigen Vorstellungen primitiv anmuten, denn sie hatten eine rauhe Unterseite, waren […]

Rohstoffe

Kalziumoxid

Kalziumoxid (CaO) macht das Flachglas chemisch widerstandsfähig und verbessert den Schmelz- und Läuterungsvorgang. Es wird als Kalziumkarbonat (CaC03) in Form von Kalkspat, Mannor, Kalkstein und Kreide der Glasschmelze zugesetzt.

Technik des Glasschneidens

Vorgänge beim Glasschneiden

Durch das Entlangführen des Glasschneiders über die Schnittlinie entsteht ein feiner Spalt im Glas. Gleichzeitig entsteht bei der Verletzung des Glases Glasstaub. Ein Teil dieses Staubes fällt in den Spalt. So kann sich dieser Spalt nicht mehr schließen: Er bleibt durch den Glasstaub aufgekeilt und steht unter Spannung. Diese Spannung ist das wichtigste beim Glasschnitt. […]

Technik des Glasschneidens

Der Begriff des Schneidens

Zum Schneiden benutzt man eine Schere oder ein Messer. Durch diesen Arbeitsgang wird eine unmittelbare Trennung herbeigeführt. Da beim Glasschneiden diese Trennung nicht hervorgerufen wird, ist der Begriff in der Bedeutung des Zertrennens falsch. Der Diamant als Glaserwerkzeug ist erst im 16. Jahrhundert entdeckt worden. Vorher wurden die Glasscheiben mit einem heißen Trenneisen in die […]

Technik des Glasschneidens

Der Diamantglasschneider

Zum Glasschneiden werden fehlerfreie geschlossene Rohdiamanten von 0,03 bis 0,05 Karat (1 Karat = 0,2 g) verwendet. Besonders haben sich Rhombendodekaeder, eine von zwölf rautenförmigen Flächen begrenzte Kristallform mit gebogenen Kanten bewährt. Für ein gutes Schneiden werden die natürlich gewachsenen Kanten als Schneidkanten benutzt. da sie sich langsamer abarbeiten als angeschliffene.

Technik des Glasschneidens

Der Stahlradglasschneider

Neben Diamanten werden auch Stahlrädchen von 4,5 mm Durchmesser zum Glasschneiden verwendet. Sie bestehen aus einer Kohlenstoff-Wolfram-Vanadium-Legierung. Die keilförmige Zuspitzung der Rädchen ist nochmals mit einer fein zugeschliffenen Facette versehen, von der auch die Schneidwirkung – mit einer größeren Ritzspur als beim Diamanten – ausgeht. Die Rädchen sind in einer drehbaren Rosette auf Achsen angeordnet. […]