Informationen für den Lehrling


| Thema: Berichtsheft

Gemäß Â§6 der Glaser-Ausbildungsverordnung hat der Lehrling ein Berichtsheft in Form eines Ausbildungsnachweises zu führen. Dieser Ausbildungsnachweis ist wöchentlich zu führen, wenn nicht durch Beschluss der Vollversammlung der zuständigen Handwerkskammer ein täglicher Ausbildungsnachweis vorgeschrieben ist. In den Ausbildungsnachweisen sollen stichwortartig die ausgeführten Arbeiten und Unterweisungen nach den beiliegenden Mustern von Ausbildungsnachweisen aufgeführt werden. Jeder Lehrling muss die Ausbildungsnachweise regelmäßig wöchentlich führen und sie dem Ausbilder vorlegen, ebenso bei der Zwischenprüfung. Der Nachweis der regelmäßig geführten Ausbildungsnachweise ist Voraussetzung für die Zulassung zur Gesellenprüfung!

Unabhängig von den wöchentlichen Ausbildungsnachweisen empfiehlt der BIV-Berufsbildungsausschuss, monatlich einen Ausbildungsbericht (Arbeitsbericht o. Monatsbericht genannt) zu erstellen. In diesen Ausbildungsberichten soll der Lehrling die bei den Unterweisungen erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten schriftlich darstellen oder Arbeiten, die er selbst ausgeführt hat oder bei deren Ausführung er behilflich war, beschreiben. Der Bericht soll knapp und verständlich unter richtiger Anwendung der Fachausdrücke, in zusammenhängenden Sätzen verfasst und möglichst durch Zeichnungen ergänzt werden. Die Zeichnungen und Skizzen sind fachgerecht mit Bleistift – und soweit erforderlich – mit Farbstift auszuführen.

Bei der Beschreibung der Arbeitsabläufe in den Ausbildungsberichten ist darauf zu achten, dass nicht nur eine bloße Aufeinanderfolge einzelner Arbeitsvorgänge wiedergegeben wird, sondern dass auch die Zusammenhänge aufgezeigt und die verwendeten Werkstoffe, Werkzeuge, Geräte und Maschinen genannt und beschrieben werden. Die bei der Arbeit gesammelten Erfahrungen, auch z. B. wie man Fehler vermeidet, sollen ebenfalls dargelegt werden.

Der Lehrling muss jede Eintragung – Ausbildungsnachweis und Ausbildungsbericht – regelmäßig dem Ausbilder sowie dem gesetzlichen Vertreter zur Durchsicht und Abzeichnung vorlegen.

Das Berichtsheft / der Ausbildungsnachweis ist auf Anforderung dem Obermeister der Glaserinnung oder dessen Beauftragten (Lehrlingswart), dem zuständigen Lehrer an der Berufsschule und – wie bereits erwähnt in jedem Fall dem Prüfungsausschuss bei der Zwischenprüfung und vor der Gesellenprüfung vorzulegen.

Wortlaut: Bundesinnungsverband des Glaserhandwerks