Begriff ‘ Tafelglas ’



Im Float-Verfahren hergestelltes Spiegelglas

| Thema: Einteilung der Flachgläser

Der Begriff Floatglas deckt daher heute weitgehend die Bezeichnungen Tafel- und Spiegelglas ab. Man spricht deshalb auch von Basisglas, da das Floatglas Ausgangsmaterial aller Funktionsgläser für Bauten und Fahrzeuge ist. In der DIN 1259 ist am eigentlich überholten Begriff Spiegelglas für planes, durchsichtiges Glas noch festgehalten.



Gezogene Flachgläser

| Thema: Einteilung der Flachgläser

Die als Dünnglas, Fensterglas und Dickglas bezeichneten Gläser werden unter dem übergeordneten Begriff Tafelglas zusammengefasst. Vom Produktionsvolumen her gesehen hatte Tafelglas den weitaus größten Anteil innerhalb der Flachgläser.



Das Ziehverfahren

| Thema: Herstellungsverfahren

1905 erfand der belgische Ingenieur Emile Fourcault die erste Maschine zur direkten Tafelglasherstellung. Das Problem, das es dabei zu lösen gab, war, das Abschnüren des aus der Schmelze herausgezogenen Glasbands zu verhindern. Wird ein Löffel in flüssigen Honig gesteckt und herausgezogen, so bildet sich am Ende ein Faden. Etwa so verhält sich auch die Glasmasse.



Entwicklung des Float-Verfahrens

| Thema: Historisches

Mit der Entwicklung des Floatglasverfahrens durch den Engländer E. Pilkington (1959) erfuhr die Glasherstellung eine entscheidende Wende. Pilkington leitete die Glasschmelze über ein Bad aus flüssigem Zinn. Dabei schwimmt das flüssige Glas auf dem ebenen Metall. An der Auftrittstelle des Glases hat das Zinnbad eine Temperatur von 1000 °C und an der Austrittstelle 600 °C. […]