Gezogene Flachgläser


| Thema: Einteilung der Flachgläser

Die als Dünnglas, Fensterglas und Dickglas bezeichneten Gläser werden unter dem übergeordneten Begriff Tafelglas zusammengefasst. Vom Produktionsvolumen her gesehen hatte Tafelglas den weitaus größten Anteil innerhalb der Flachgläser.

Tafelglas
Tafelgläser bis zu einer Nenndicke von 1,6 mm werden als Dünngläser bezeichnet. Verwendet werden sie als Bilderglas, Objektträger, Mehrscheibensicherheitsglas und fotografisches Plattenglas. Im Bauwesen werden Dünngläser aufgrund ihrer geringen Dicke nicht angewendet.

Fenstergläser – früher auch als Baugläser bezeichnet -umfassen die Dickenbereiche von 2 mm, 3 mm und 4 mm. Mit diesem Glas wurden früher – bis auf Ausnahmen – alle Fenster im Bauwesen verglast. Entsprechend der Fenstergröße und Gebäudelage muss die erforderliche Glasdicke bestimmt werden. Für die Verglasung mit großflächigen Scheiben, für Trägerplatten aus Glas und für Thekenaufsatzscheiben wird Dickglas oder Floatglas über 4 mm Dicke verwendet.

Überfangflachglas, trüb und klar
Dieses Glas ist zweischichtig. Es besteht aus einem farblosen Grundglas und dem farbigen Überfang. Trüb wird es in verschiedenen Pastellfarben geliefert, klar z.B. in den Farben Gelb, Blau, Grün und Violett. Die farbige Glasoberfläche wird mit Bläschen versehen, die einen Antikglaseffekt ergeben.

Trübgläser sind in der gesamten oder nur in der Überfangmasse mit einem Trübungsmittel versehen. Die Trübung wird durch viele Teilchen eines zugesetzten Fremdstoffs erreicht.

Verwendet werden

Fluoride Kalziumfluorid als Flußspat; Natriumsilicofluorid als Kieselfluornatrium; Kryolith als Doppelfluorid von Natrium und Aluminium
Phosphate Kalziumphosphat als Knochenasche; Kalziumhydrogenphosphat; Natriumhydrogenphosphat
Zinn-und Antimonverbindungen